Herzlichen Glückwunsch an Werner Krieg: Er wurde zum 16. Ehrenmitglied des Ortsvereins Mörfelden ernannt.
Im Rahmen des Festakts am vergangenen Sonntag überreichte der 1. Vorsitzende Sebastian Kannstädter die Urkunde an Werner Krieg. Werner Krieg trat am 1. Januar 1971 in den DRK-Ortsverein Mörfelden ein. Den damals vierzehnjährigen Jungen bewegte das schwere Zugunglück in Mörfelden und den Wunsch, anderen Menschen zu helfen. Aus diesem Grund absolvierte er im Jahr 1971 seine Erste Hilfe-Ausbildung und später seine Weiterbildung zum Sanitäter. Um seinen Ausbildungsstand zu erhöhen, bildete er sich als Rettungssanitäter fort. Mit dieser Qualifikation versorgte er bei zahlreichen Einsätzen mit der Feuerwehr oder im Katastrophenschutz hilfsbedürftige Menschen in Gefahrensituationen. Sein Können bewies er zusätzlich in der präklinischen Rettungsdienstunterstützung. Zu jeder Tages- und Uhrzeit war Werner Krieg im Einsatz – manchmal auch über Tage hinweg.
Eine Hauptaufgabe des Roten Kreuzes ist die Mitwirkung im überörtlichen Katastrophenschutz. Hier ist Werner Krieg lange Jahre als Gruppenführer des vierten Sanitätszuges aktiv und übernahm damit die Verantwortung für Einsatzkräfte während schwierigen Großeinsätzen. Er nahm an monatlichen Ausbildungsabenden und regionalen und überregionalen Übungen teil.
Bei Festen und Veranstaltungen leistete Werner Krieg Sanitätswachdienste. Mit den Menschen ins Gespräch zu kommen war ihm dabei besonders wichtig. Viele Wochenenden im Sommer waren früher für die Familie verloren, wenn er samstags und sonntags Sanitätswachdienste bei Volksfesten und Sportveranstaltungen leistete.
Mit 26 Jahren bekam der dreifache Vater im Jahr 1983 seinen ersten Sohn Norman. Im Jahr 1986 folgte der zweite Sohn Marvin und im Jahr 1994 wurde Tochter Nora geboren. Werner Krieg unterbrach seine ehrenamtliche Tätigkeit nicht und war voll und ganz aktiv. Dies lag nicht zuletzt auch am damaligen Vereinsleben. Seine Ehefrau Petra bezeichnet den damaligen Zusammenhalt als richtige Großfamilie. Gemeinsam feierten die Kameradinnen und Kameraden Partys und Geburtstage, gestalteten die Freizeit gemeinsam und zelteten im Groß-Gerauer Wildpark. Während den regelmäßigen Altpapier- und Altkleidersammlungen verbrachten die Männer harte körperliche Arbeit, während die Ehefrauen Brote schmierten und Mittagessen kochten. Abgerundet wurden die arbeitsreichen Samstage mit einem abendlichen Grillfest.
Als Petra Krieg die Leitung des Jugendrotkreuzes übernahm, ist ihr Ehemann auch dort aktiv. Er hilft bei der Organisation und Durchführung von Freizeiten und unterstützt seine Ehefrau in allen Belangen.
Werner Krieg übernimmt gerne Verantwortung. Von März 1985 bis März 1991 war er 2. Vorsitzender des Ortsvereins und anschließend bis April 1998 Kassenprüfer. Krieg übte 21 Jahre, von April 1998 bis April 2019 die verantwortungsvolle Position des Schatzmeisters im Ortsverein aus. Als Schatzmeister gehörte er dem Geschäftsführenden Vorstand an und hat in dieser Zeit bedeutende Entscheidungen vorbereitet und getroffen. Hierzu gehörten der kostenintensive Aus- und Umbau des DRK-Heims im Jahr 2000, die Anschaffung eines neuen Rettungswagens im Jahr 2006 sowie die Anschaffung eines Sanitätsanhängers im Jahr 2011. Die berufliche Sorgfältigkeit als Buchhalter übertrug er ebenso auf die Kassenführung des Ortsvereins. Ihm ist es zu verdanken, dass der Ortsverein seit vielen Jahren auf finanziell gesunden Füßen steht.
Mit seiner Erfahrung und einem guten Rat unterstützte er während seiner Amtszeit vier Ortsvereinsvorsitzende. Er sorgte für Kontinuität und Beständigkeit. Dies spiegelte sich auch auf Kreisverbandsebene wider. Von 1985 bis 1991 und 1998 bis 2019 gehört er der Kreisversammlung an und entschied über die strategische Ausrichtung des DRK-Kreisverbands Groß-Gerau e. V. mit. Ebenso nahm er regelmäßig an den Sitzungen des Kreisrats und der Schatzmeister teil und vertrat zusammen mit dem Ortsvereinsvorsitzenden die Interessen des Ortsvereins.
Die damaligen Rechtsvorschriften erzwangen die Gründung eines Hausvereins des Roten Kreuzes. Der eingetragene Verein hatte die Aufgabe die Vermögens- und Immobilienwerte des Ortsvereins zu verwalten. Von April 1995 bis April 1998 war er im Hausverein als Kassenprüfer tätig, bevor er von April 1998 bis zur Auflösung des Hausvereins und der Übertragung der Vermögenswerte an den Ortsverein Mörfelden im Jahr 2004 als Schatzmeister fungierte.
Anderen Menschen etwas beizubringen war für ihn eine Lebensaufgabe. Und so wurde er 1994 Ausbilder in Erste Hilfe. Betriebshelfer, Führerscheinanwärter oder Sportler profitierten von den Erfahrungen in unzähligen Kursen für Lebensrettende Sofortmaßnahmen und Erste Hilfe. Bis Jahresende 2009 verstand Werner Krieg es komplexe Sachverhalte zielgruppengerecht und praxisnah zu vermitteln. 15 Jahre lang war er eine feste Größe bei den Ausbildern des DRK-Kreisverbands. Von Dezember 1979 bis Februar 2013 war Werner Krieg zudem Kassenprüfer des DRK-Kreisverbands. 33 Jahre lang überwachte er somit die Kassentätigkeiten des Kreisschatzmeisters.
Auch auf der politischen Ebene vertrat Krieg die Interessen des Ortsvereins. Als Mitglied der städtischen Gesundheitskommission wirkte er vom Jahr 2010 bis zum Jahr 2021 auf politische Entscheidungen im Gesundheitswesen in der Doppelstadt ein.
Im Jahr 2013 startete das DRK eine Kooperation mit dem Behindertenwohnheim der Nieder-Ramstädter Diakonie. Von Beginn an ist er dabei und bringt den geistig und körperlich behinderten Bewohnern Erste Hilfe-Maßnahmen bei.
Und auch heute noch nimmst du regelmäßig an unseren Dienstabenden teil.
Seit über 45 Jahren engagiert sich Werner Krieg ehrenamtlich für die Gesellschaft in Mörfelden-Walldorf und darüber hinaus. Im Jahr 2014 erhielt er für sein Engagement den Ehrenbrief des Landes Hessen sowie für seine 25jährige Tätigkeit im Katastrophenschutz die Katastrophenschutz-Medaille in Silber. Zu jederzeit überzeugte er mit seinem außerordentlich hohen Engagement und seiner kontinuierlichen Pflichterfüllung, welche auch zur Zurückstellung seiner privaten Interessen führten.
Ihm ist es zu verdanken, dass der Ortsverein heute auf finanziell guten Füßen steht. Daher wurde ihm völlig zurecht diese große Ehre zu teil. Wir gratulieren dir von ganzen Herzen, lieber Werner. Wir danken dir für dein großes und langjähriges Engagement!